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Entmannung und Kastrationsverbote in der Antike

Der Zusammenhang zwischen der in der Antike weit verbreiteten Kastration an Menschen§und ihrem Verbot ist nicht zuletzt durch einen offenen Widerspruch interessant: Von Anfang§an vehement kritisiert, abgelehnt und schließlich mit Verboten belegt, war die Kastration an§sich verpönt - doch ihr Ergebnis, der Eunuch bzw. die ewige Keuschheit begehrt oder ersehnt.§So hatte der Kaiser, der das erste Verbot aussprach, nicht das geringste Interesse daran, auf§Eunuchen an seinem Hof zu verzichten. Im Fall der Kirche sprachen sich nach und nach§etliche Theologen gegen die Kastration aus, doch dauerte es bis etwa 500, als das erste§allgemeine kirchliche Gesetz gegen die fanatische Kastration aus eigener Hand erlassen§wurde. Ziel dieser Arbeit ist es, diesem Widerspruch nachzugehen, indem zunächst die§Motivationen und Funktionen der Kastration - mit einem Exkurs in die Welt antiker§Sexualvorstellungen - systematisch erläutert werden. Dann soll der Inhalt der§Kastrationskritik aufgezeigt werden, um schließlich auf die Geschichte der kaiserlichen bzw.§der kirchlichen Kastrationsverbote einzugehen.
EAN/ISBN : 9783656125662
Im Programm von: GRIN Verlag
Stichworte: Frühgeschichte, Geschichte
Format: ePub/PDF

Autor(en): Menschenin, Maxim
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